Einladung zur Feier der Kar- und Ostertage – 2021

Martin Manigatterer – Sr. Hanna Ecker; in: Pfarrbriefservice.de

Wir laden sie herzlich ein zur Feier der Kar- und Ostertage.

Aufgrund der Infektionslage möchten sie wir bitten folgendes zu beachten:

  1. Für alle Gottesdienste ist eine Anmeldung erforderlich.
    Also auch für Gründonnerstag und Ostermontag.
    Ohne Anmeldung ist eine Mitfeier  der Gottesdiensten nicht möglich!
    Bitte kommen sie nicht zu knapp zu den Gottesdiensten, so daß sie 10 Minuten vor Beginn des Gottesdiensten ihren Platz eingenommen haben.
    Alle Gottesdienste werden in einer verkürzten Form gefeiert.
  2. Bitte wägen Sie gut für sich ab, ob sie aufgrund der steigenden Infektionszahlen an den Gottesdiensten teilnehmen.
    Die Pastorale Dienststelle hat das Faltblatt „Ostern Daheim“ herausgegeben. Dort finden sie auch Vorlagen für die Feier zu Hause. Das Faltblatt liegt in unseren Kirchen aus.
    Sie können die Fernsehgottesdienste mitfeiern. Das Erzbistum Hamburg überträgt am Ostersonntag um 11 Uhr den Festgottesdienst aus dem Mariendom mit Weihbischof Eberlein.
    Auf der Homepage des Erzbistums Hamburg unter https://www.osterzeit-im-norden.de finden sie Ideen Vorschläge zu Ostern, u.a. besonders für Kinder und Familien.
  3. Die Kirchen sind (soweit möglich) in der Karwoche und den Ostertagen offen und gestaltet. Kleine Osterkerzen zum mitnehmen, auch für Bekannte und Kranke Menschen, liegen aus.
  4. Durch die OrdnerInnen ist es möglich die Gottesdienst in unseren Kirchen zu feiern. Ich bin dankbar, das Freiwillige aus unserer Pfarrei diesen Dienst übernehmen. In der letzten Zeit finden sich immer weniger Menschen, die dazu bereit sind, diesen Dienst zu übernehmen. Sie haben  unangenehme Begegnungen mit Menschen erlebt, die sich nicht an die Coronaregeln halten wollen oder den Zugang zum Gottesdienst einfordern oder erzwingen wollen.
    Bitte respektieren sie die Aufgabe der OrdnerInnen. Ohne sie müssen die Gottesdienste ausfallen.

Viele sind dankbar, die Ostergottesdienste feiern zu können und in dieser schwierigen Zeit die Hoffnung zu erfahren, die die Auferstehung Jesu uns schenkt.
Wir danken allen, die diese Tage vorbereiten und gestalten.

Wolfgang Bruns, Pastor

Persönliche Gedanken von Pastor Bruns am 5. Fastensonntag zur Veröffentlichung des Gutachtens zum Umgang mit sexueller Gewalt im Erzbistums Köln und des Amtsverzichtes von Erzbischof Dr. Heße

Dieser Donnerstag (18.3.2021) ist schmerzhafter Tag:

Für die Opfer, die sich darin bestätigt sehen, dass ihr Leid nicht genug wahrgenommen wurde. Das ihr Leid nicht im Mittelpunkt stand. Hoffentlich ist es ein kleiner Schritt zur Gerechtigkeit.

Für die Gläubigen der kath. Kirche, die sich den Fragen von FreundenInnnen, Bekannten und Menschen am Arbeitsplatz ausgesetzt sehen und sich selbst fragen: Wieso bist du noch in einer Kirche in der so etwas passieren konnte?

Für die Laientheologen und MitarbeiterInnen in unserer Kirche, die hören müssen, das bei den Verfehlungen von Laien sehr konsequent gehandelt wurde, Priester aber geschützt wurden, um das Ansehen der Priesterschaft und der Kirche nicht zu beschädigen.

Für mich als Priester und Leiter dieser Pfarrei, dem sich auch die Frage stellt, warum er in dieser Kirche noch arbeiten soll?

Vor allem, weil ich in meiner Lebensgeschichte die Kirche anders kennengelernt und erlebt habe: Als eine Gemeinde in der vieles hinterfragt wurde; ich den Glauben als Fundament für mein Leben fand; Priester, die den Menschen zugewandt und weltoffen waren; Wo theologisch diskutiert und gestritten wurde und sich Menschen für eine bessere Welt einsetzten.
Diese Nähe Gottes zu den Menschen, wollte und will ich auch weiterhin verkünden. Ein Gott, der den Menschen liebt, unabhängig von Hautfarbe, Geschlecht, sexueller Orientierung und Lebensumstände. Ein Gott, der Menschen zusammenführt und in Treue einander beistehen lässt. Und damit eine Kirche, die ein Segen für die Menschen ist.

U.a. folgende Punkte sind für mich aus dem Kölner Gutachten wichtig:

  • Es wurden Verantwortliche genannt. Auch wenn jene vielleicht nicht bewusst vertuscht oder persönliche Schuld auf sich geladen haben – sie waren verantwortlich. Daher ist der Amtsverzicht von Erzbischof Dr. Heße folgerichtig und konsequent.
  • Die Frage ist, ob wir auch in unserem Erzbistum Hamburg eine zusätzliche Untersuchung durchführen müssen, um diejenigen zu benennen, die ihrer Pflicht nicht nachgekommen sind. Ohne eine lückenlose, unabhängige Aufklärung wird es keinen Neuanfang geben.
  • Das Priesterbild muss weiterentwickelt werden. Wie ist das Verhältnis zwischen dem allg. Priestertum aller Gläubigen und dem Priesteramt. Was ist seine Aufgabe.
  • Theologische Aussagen, v.a. in der Moraltheologie müssen im Licht der Wissenschaft neu bewertet werden, ohne den Kern unseres christlichen Glaubens aufzugeben. Der synodale Weg kann dafür ein Forum des Dialoges sein.

Das Gutachten hat die Zeit von 1975 bis 2018 in den Blick genommen. Vieles ist noch im Dunkeln geblieben, was nicht in den Akten vermerkt wurde.

Seit über 10 Jahren hat sich vieles in unserem Erzbistum Hamburg geändert, um sexuelle Gewalt zu verhindern. Die Präventionsstelle ist Ansprechpartner, laufende Fortbildungen für Haupt- und ehrenamtliche, eine Zusammenarbeit mit „Dunkelziffer e.V., Schutzkonzepte sind verbindlich eingeführt worden u.a. Diese Arbeit wird fortgesetzt.

Der Donnerstag war schmerzhaft. Er hat mich verwirrt, wütend gemacht und traurig. Das Gespräch darüber mit KollegenInnen und FreundenInnen war mir eine Hilfe.

Vielleicht möchten Sie mit einem der Hauptamtlichen sprechen. Dafür stehen wir zur Verfügung. Nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf.

Wolfgang Bruns, Pastor

Erzbischof Stefan Heße bietet Amtsverzicht an – 18.3.21

In einer persönlichen Erklärung hat Erzbischof Stefan Heße am 18.3.21 bekanntgegeben, dass er Papst Franziskus mit sofortiger Wirkung um Entpflichtung von seinem Amt als Erzbischof von Hamburg gebeten hat. Dies ist die Konsequenz, die er persönlich aus der Veröffentlichung des Gutachtens zu den Missbrauchsfälle im Erzbistum Köln gezogen hat.
Link zur “Persönlichen Erklärung” von Erzbischof Stefan Heße
oder auf youtube

Update 19.3.21: Brief von Erzbischof Stefan Heße an alle Katholiken im Erzbistum

Link zum Gutachten:  Pflichtverletzungen von Diözesanverantwortlichen des Erzbistums Köln