– oder: Wie Kirche lernen kann von Künstlern, Narren und Poeten.

Die Idee:

Was tun angesichts des schwindenden Interesses an der Frohen Botschaft der Christen? Die Verankerung des kirchlichen Selbstverständnisses in der Gesellschaft scheint marode geworden zu sein. Weit davon entfernt, den Kopf in den Sand zu stecken, fragen wir in diesem Projekt bei denen nach, die immer schon Wege jenseits vom Mainstream gefunden haben, um ihre Inspiration zu manifestieren: wir fragen Künstler, Narren und Poeten. Wie verändern sie die Welt, während die Welt vorgibt, sie nicht zu brauchen?
Die Fragen:

Wie planen Künstlerinnen und Künstler den Prozess von der Idee zum Ausdruck? Wie gehen sie mit dem Unplanbaren um und welche Rolle spielt die Zeit? Zwischen Idee (Was?) und Wirkung (Wozu?) erstreckt sich bekanntlich das weite Feld der Technik (Wie?). Was können wir in unserem Dienst am Evangelium, was kann Kirche heute von Arbeits- und Denkweisen der Künstler*innen lernen?
Der Hintergrund:
….denn Kirche und Kunst sind einander keine Unbekannten. Über Jahrhunderte hinweg war die Kirche unterschiedlichsten Künstler*innen Brot- und Arbeitgeberin. Im Gegenzug dafür schufen Künstler*innen die sinnlich- geistigen Transportmittel oder ‚Kunstwerke‘, welche die Kirche erst zu dem gemacht haben, was sie lange Zeit war: Kern und Kanon der abendländischen Kultur. Durch keine Sonntagskatechese und keine lehramtliche Verlautbarung hat sich das Evangelium Christi so tief in unsere kollektive DNA eingeprägt wie es durch zigtausende Werke aus Holz, Pergament, Bronze, Stein, Papier, Gold, Textil und Tönen geschehen ist. Die Frohe Botschaft wurde transportiert von Händen, Werkzeug und von der Fantasie der Künstler*innen.
Wenn uns also heute die Worte versagen- warum fragen wir nicht die, die sie uns geliehen haben? Fragen wir die Künstler, Narren und Poeten!

Die Teilnahme:
Die Workshops stehen allen interessierten Menschen offen- ob Mitglieder der Gemeinde oder Gäste. Sie können einzeln oder als Reihe besucht werden. Dank der Unterstützung durch den Innovationsfonds des Erzbistums Hamburg ist die Teilnahme kostenlos.
Immer samstags, immer 11-18 Uhr in St. Marien: 13.6.| 5.9. | 10.10. | 7.11.2026.
Anmeldung: ursula.ros@kathhw.de







